Sessionskommentar August 2014

Arbeit sozialen, und kulturellen Zusammenhalt erhalten!

Die FHNW besteht aus vier Trägerkantonen (AG, BL, BS, SO). Für die Aushandlung des Leistungsauftrages und des Globalbudgets sind die Regierungen durch den Regierungsausschuss (Bildungsdirektoren) und die kantonalen Parlamente durch die Interparlamentarische Kommission der FHNW (je fünf Parlamentsmitglieder der Trägerkantone) zuständig.
Aus Protokollen ist ersichtlich, dass beide Gremien ihre Verantwortung unter dem Spardruck der Kantone wahrgenommen haben und zäh verhandelten mit der FHNW.

Erfolg hat seinen Preis. Obwohl die Kosten pro Studierende/Studierenden kontinuierlich gesenkt und die Akquisition aus der Privatwirtschaft gesteigert werden konnte, stiegen die Netto-Kosten dank dem sehr erfreulichen Zuwachs an Studierenden gesamthaft dennoch.

Die Folgen einer Ablehnung des Globalbudgets wären: Es würden noch weniger dringend benötigte Fachkräfte ausgebildet und unsere praxisbezogene duale Berufsbildung dadurch geschwächt. In Kombination mit Zuwanderungsbeschränkungen werden in Zukunft Firmen nicht wegen der angeblich zu hohen Steuerbelastung abwandern, sondern mangels Fachkräften.

Das wichtigste Kapital im Kanton Solothurn, wie auch schweizweit bleiben Qualitätsarbeit und Sicherheit durch den guten sozialen und kulturellen Zusammenhalt. Um dies nicht zu gefährden, brauchen wir für die nahe Zukunft mehr Fachkräfte wie sie die FHNW ausbildet.

Wir Grünen sehen den Bedarf der Gesellschaft und Wirtschaft und stimmen dem Globalbudget zu.

Felix Lang, Lostorf