Bedingungsloses Grundeinkommen

Am 26. Februar 2014 informierte Oswald Sigg, einer der Initianten der entsprechenden Volksinitiative, über die Idee des bedingungslosen Grundeinkommens. An der gut besuchten öffentlichen Versammlung entspann sich eine rege Diskussion.

Gemeinsam mit den Grünen Lebern und den Jungen Grünen lud die Stadtpartei zu einem öffentlichen Informationsabend über die Forderung nach einem bedingungslosen Grundeinkommen, die von der am 4.10.2013 mit über 125 000 Unterschriften eingereichten Volksinitiative erhoben wird. Oswald Sigg, ehemaliger Bundesratssprecher und Mitinitiant, zeigte in seinem Referat auf, dass die Idee gar nicht so absurd ist, wie es auf den ersten Blick erscheinen mag. Die Grundleistungen von Sozialversicherungen wie der AHV würden hinfällig, so dass auch die entsprechenden Beiträge frei würden. Aber das alternative Finanzierungmodell mit einer Finanztransaktionssteuer von wenigen Promille hält der Referent für erfolgversprechender als klassische Finanzierungsmodelle. In der anschliessenden, von Kantonsrat Daniel Urech moderierten Diskussion gestand der Referent aber ein, dass es utopisch wäre, ein bedingungsloses Grundeinkommen nur in der Schweiz zu etablieren – es müsste flächendeckend in ganz Europa eingeführt werden. Ein Diskussionteillnehmer meinte gar „auf der ganzen Welt“. Oswald Sigg ist sich aber bewusst, dass es vermessen wäre, an einen Erfolg dieses ersten Anlaufs zu glauben. Auch für die AHV, oder das Frauenstimmrecht habe es 50 und mehr Jahre und mehrere Volksabstimmungen gebraucht.

Grundeinkommen_Publikum
Ein zahlreiches Publikum folgte den Ausführungen …
Grundeinkommen_Diskussion
… und beteiligte sich rege an der von Daniel Urech moderierten Diskussion