Erfolgreiche Biberexkursion

Die Grünen Stadt Solothurn führen jedes Jahr eine öffentliche Naturexkursion im Stadtbereich durch. 2014 war dies eine Biberexkursion.

David Gerke zeigt ein Fell mit der Kelle (Schwanz des Bibers) …
David Gerke zeigt ein Fell mit der Kelle (Schwanz des Bibers) …

Am Montag, 26. Mai, folgte eine ansehnliche Schar von interessierten Teilnehmenden bei zwar kühlem, aber freundlichem Wetter den Ausführungen des Biberspezialisten David Gerke. Dieser erläuterte an mehreren Stationen auf dem Weg vom Klosterplatz zur Velobrücke beim Schulhaus Schützenmatt verschiedene Aspekte rund um den Biber. So dass dieser, nachdem er bei uns ausgerottet war, heute wieder den ganzen Aareraum samt vielen Zuflüssen besiedle und mit rund 1 m Körperlänge und gut 20 kg Gewicht das grösste Nagetier Europas sei. Lediglich in Ufernähe kommt es, wenn Biber sich an Rüben oder Mais gütlich tun, zu Konflikten mit der Landwirtschaft. Bei grösseren Schäden werden die Landwirte entschädigt. Kritischer ist der Bau von Wohnburgen in Dämmen, wo Uferwege einstürzen oder Dämme brechen könnten. So müsse z.B. die Tätigkeit der Biber am Bellacher Weiher kritisch verfolgt werden.

Das_Gebiss
… und einen Schädel mit den scharfen Schneidezähnen.

Die letzte Station machte die Gruppe auf der Velobrücke, von wo aus eine Biberburg am Nordufer gut zu sehen ist. Nach Ansicht von Gerke hat der Biber dort seine Wohnhöhle im Damm gegraben. Weil deren Zugang wegen des mit Steinen befestigten Ufers wohl oberirdisch sei, habe der Biber mit Ästen eine Burg gebaut, durch welche er einen Tunnel vom unter dem Wasserspiegel liegenden Eingang zur Höhle genagt habe. Dadurch sei diese perfekt geschützt. Noch während der Erläuterungen kehrte ein Biber zum Bau zurück. Als es schon fast dunkel war, wurde ein zweiter in Ufernähe erblickt, der gerade an einem Ast nagte, bevor auch er zum Bau zurückkehrte. Damit fand die Exkursion ihren krönenden Abschluss.

Biberburg
Die Biberburg bei der Velobrücke Schützenmatt