Flüchtlinge in Kanton und Stadt Solothurn

Die Grünen Stadt Solothurn luden am 25. Februar zu einer öffentlichen Veranstaltung ein, an welcher Claudia Hänzi, Chefin Amt für soziale Sicherheit Kanton Solothurn, und Domenika Senta, Leiterin Soziale Dienste Stadt Solothurn, über die Problematik des und Lösungsansätze für den Empfang von Flüchtlingen, insbesondere auch von Minderjährigen, informierten.

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Claudia Hänzi wies darauf hin, dass während der Balkankrise mehr Flüchtlinge in die Schweiz gekommen seien als gegenwärtig. Trotzdem sind die kantonalen Aufnahmemöglichkeiten voll belegt. Es müssen einerseits Personen an die Gemeinden weitergeleitet , und anderseits neue Möglichkeiten geschaffen werden. Sie stellte alle im Moment benutzten Aufnahmelokalitäten vor. Der Kanton unternimmt grosse Anstrengungen, um besonders für die Minderjährigen eine rasche Integration zu ermöglichen. Die Beherrschung der Sprache ist Voraussetzung für eine berufliche Ausbildung. Im Moment fehlen geeignete Lehrkräfte. Unterstützung durch private Initiativen werden deshalb sehr begrüsst, müssen aber auch aufeinander und mit dem öffentlichen Angebot abgestimmt werden.

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Domenika Senta stellte die Aktivitäten der Stadt vor. Auch hier ist man sehr froh um die Unterstützung von privater Seite. Besonders das Seraphische Liebeswerk biete eine enorme Unterstützung. Auch in der Stadt müssen weitere Wohnmöglichkeiten geschaffen oder gefunden werden. Heute sind es meist Wohnungen in der Stadt gehörenden Liegenschaften. Es wird bald mittels Inseraten nach weiterer Unterstützung durch Private gesucht werden, z.B. durch Abgabe von nicht mehr benötigtem Mobiliar für die Einrichtung neuer Wohnungen.

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Erfreulich war die grosse Besucherzahl, darunter sogar leitende Mitglieder anderer Parteien. Dies war ein Beweis dafür, dass das auf Initiative von Miguel Misteli aufgegriffene Thema von grösster Aktualität ist.