Grüne solothurnische Gruppe läuft am «Menschenstrom gegen Atom» mit

6000 Menschen strömten am 19. Juni 2016 beim Amphitheater Windisch zusammen, nachdem sie zuvor auf drei verschiedenen Wegen als „Menschenstrom gegen Atom“ unterwegs waren. Auch die Grünen Kanton Solothurn waren mit einer bunten Gruppe dabei, die meisten auf der mittellangen Strecke zwischen Siggenthal und Windisch. Sie unterstützen die Forderungen der Kundgebung: Beznau I, der weltweit älteste Atomreaktor, seit über einem Jahr in Revision, darf nicht wieder in Betrieb genommen werden. Frankreich muss Fessenheim sofort abstellen. Und die Schweiz ist aufg20160619_130054erufen, am 27. November dieses Jahres JA zu einem geordneten Atomausstieg zu stimmen. Nach maximal 45 Jahren Laufzeit sollen die AKW’s vom Netz. Die Zukunft gehört den Erneuerbaren.
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Die Auenlandschaft im Raum der Zusammenflüsse von Aare, Reuss und Limmat heisst auch das Wasserschloss der Schweiz. Diesmal bekam der Name noch eine weitere Bedeutung. Immerhin blieb es während der Wanderung von oben her meistens trocken. Die häufigen Regenfälle der vergangenen Tage hatten jedoch ihre Spuren auf dem Weg hinterlassen. Und am Ziel, als die 6000 zusammengeströmt waren und den Reden lauschten, drehte der Himmel alle Schleusen auf. Atomkraftgegenerinnen und -gegner sind hart im Nahmen. Und sie kamen auf ihre Rechnung: Regula Rytz, Präsidentin der Grünen Schweiz, verscheuchte mit ihrer kraftvollen, motivierenden Rede die feuchten Wettergötter. Die Schweiz muss  unbedingt weiter auf Wasserkraft zur Stromproduktion setzen. Wegen der Stromschwemme in Europa sind die Preise im Keller, aber Strom aus Wasser wird wieder wirtschaftlich sein, wenn wir den Atomstrom herunterfahren und den Strom aus Kohle und Gas mit einer Drecksteuer belegen.

Felix Wettstein