Oltner Grüne kämpfen weiter für eine nachhaltige Raumplanung

Am Samstag, 23. März 2013, zeigten die Grünen Olten am konkreten Objekt, wo die Herausforderungen für die Oltner Zonenplanung liegen. Sie versammelten sich dazu an der Grundstrasse bei einem der letzten unüberbauten Grundstücke, das auf drei Seiten von Wald umgeben ist. Es liegt bereits in der Bauzone, ist aber zum Glück noch nicht überbaut. Das Oltner Stimmvolk hat am 3. März die Revision des Raumplanungsgesetzes mit über 78 % angenommen. Dies ist ein klarer Auftrag an den Stadtrat, das Gesetz sinngemäss umzusetzen und der Zersiedelung auf Stadtgebiet Einhalt zu gebieten. Der Fokus bei Neubauten muss bei der Verdichtung gegen innen liegen; Olten hat dafür mit seinen auch innerstädtischen Industriebrachen – etwa zwischen Bahnhof Hammer und Hausmattrain – ein grosses ungenutztes Potential. Das Wohnen am Waldrand ist nur attraktiv, wenn zwischen Siedlungskörper und Waldrand ein als solcher erkennbarer Grüngürtel liegt, wie etwa oberhalb des Adam-Zeltnerwegs (s. Bild im Anhang). Das Naherholungsgebiet Waldrand ist wertvoll und wichtig auch für die Bewohnerinnen und Bewohner der innenstädtischen Quartiere. Die Stadt Olten verfügt seit einigen Jahren über ein Waldrandkonzept. Die Grünen kämpfen auch weiter dafür, dass die darin formulierten Ziele umgesetzt werden.

Zuvor hatten die Oltner Grünen gemeinsam an einer öffentlichen Exkursion durch den Bannwald teilgenommen. Verantwortlich für den Anlass zeichneten die Wald- und Umweltschule Olten, die Bürgergemeinde, der Kanton und das Historische Museum. Begrüsst durch Bürgerpräsident Felix Frey, liessen sich die Teilnehmenden während zweieinhalb Stunden von Peter Kaiser, Leiter Historisches Museum, und von Kreisförster Jürg Schlegel in die Geschichte der Besiedlung und Waldnutzung von der Steinzeit bis in heutige Tage einführen.