Wird der Kanton Solothurn als Arbeitgeber für künftige Eltern attraktiver?

Daniel Urech (Grüne, Dornach), reicht im Kantonsrat zwei Aufträge ein.

Auf nationaler Ebene haben Männer, die Vater werden, nach wie vor nur ein minimales Anrecht auf Urlaub bei der Geburt ihres Kindes: ein Arbeitstag. Verschiedene Firmen und Kantone gehen aber deutlich über das Minimum hinaus. Bei den Kantonen gehört der Kanton Solothurn bisher zu jenen drei mit den schlechtesten Bedingungen für die eigenen Angestellten. Das will Daniel Urech mit seinem Auftrag ändern: Er will, dass der Regierungsrat eine Vorlage ausarbeitet, die für Kantonsangestellte einen Vaterschaftsurlaub von 20 Arbeitstagen ermöglicht. Dieser soll flexibel innerhalb des ersten Lebensjahres des Kindes bezogen werden können. Der Auftrag ist von 24 Kantonsräten und -rätinnen unterzeichnet; an ihrer Spitze drei junge Männer aus drei verschiedenen Fraktionen. Auftrag_DU_0211-2017_Vaterschaftsurlaub

Mit einem zweiten Auftrag strebt Daniel Urech an, dass Angestellte des Kantons bei der Geburt oder der Adoption eines Kindes ihr Arbeitspensum um 20 Prozent reduzieren können. Viele Beschäftigte – Frauen wie Männer – würden gerne nach der Geburt eines Kindes ihr Pensum reduzieren, um sich stärker der Familienarbeit widmen zu können und um diese Verantwortung zwischen Mann und Frau teilen zu können. Bisher sind sie auf den Goodwill der Vorgesetzten angewiesen; denkbar wäre jedoch, dass ein solcher Rechtsanspruch in den personalrechtlichen Grundlagen festgeschrieben wird. Der Regierungsrat soll vorschlagen, ob dem Anliegen mit einer Gesetzesanpassung, einer Verordnung oder Weisung Genüge getan wird. Auftrag-DU_0210-2017_Pensensreduktion